Eigentlich hatten wir uns schon vorher einmal digital „getroffen“ – Carl hatte mir ein paar Tage zuvor geschrieben, aber ich hatte eher eine Ausrede parat, als wirklich auf seine Nachricht einzugehen. Dass wir uns kurze Zeit später tatsächlich begegnen würden, und zwar ganz zufällig vor einem Supermarkt in Polen, konnte keiner ahnen.
Aus der Zufallsbegegnung wurde ein gemeinsamer Abend: Wir diskutierten über die Alarmanlage an seinem Fahrrad, kochten zusammen Risotto – jeder warf ein bisschen was in den Topf – und schlugen gemeinsam unsere Zelte auf einem polnischen Parkplatz auf.
Am Campingkocher ging es um die großen und kleinen Fragen des Reisens: Wie viel Zeug braucht man wirklich? Warum schleppen wir eigentlich so viel mit uns herum? Warum Hilleberg ein super Zelt ist, es aber für Afrika nicht unbedingt die beste Wahl ist. Was passiert, wenn eine Reise plötzlich durch einen Überfall endet? Carl erzählt von seinem Überfall in Kolumbien, der dazu führte, dass er seine Radreise abbrach. Ich erzähle von meinen eigenen Erfahrungen mit einem Überfall in Ecuador und warum ich nicht glaube, dass Männer beim Reisen grundsätzlich weniger Risiken ausgesetzt sind als Frauen.
Und natürlich geht es auch um das, worum es beim Unterwegssein am Ende immer wieder geht: Warum wir trotzdem weiterreisen. Weil es Spaß macht. Weil Begegnungen entstehen, mit denen man niemals gerechnet hätte. Und weil man manchmal vor einem polnischen Supermarkt jemanden trifft, mit dem man am selben Abend noch Risotto kocht und das Zelt aufschlägt.
Und bevor Carl überhaupt auftaucht, gibt es noch ein paar ganz besondere Gäste: Rehböcke, die nachts unserem Zelt einen Besuch abgestattet haben.
Eine Folge über Zufallsbegegnungen, Radreisen, Fernwandern, Überfälle, leichtes Gepäck, wildes Campen und die große Freiheit, einfach unterwegs zu sein.
Carl Steiner findet ihr hier:
https://www.instagram.com/globecarl

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