Tuk-Tuking die Amerikas. Endlich geht es weiter. Chile

Aug 24, 2023 | Blog, Chile

Es ist dunkel und Butch und ich sind bereits im Zelt. Draußen tobt der Wind und es ist eiskalt. Wir sind auf 3800m. Es ist Winter auf der Südhalbkugel.

Der Norden des Landes präsentiert sich karg und steinig. Die Atacama Wüste ist die trockenste Wüste der Welt, daher findet man hier wenig Bewuchs. Kaum Tiere, wenn dann Guanacos oder Füchse, die oft nah an die Straße kommen. Ich frage mich jedesmal wenn ich sie sehe, wo sie eigentlich Trinkwasser finden? Kaum Vögel, keine Insekten.

Man könnte meinen, das klingt ein wenig langweilig, ist es aber gar nicht, denn die Vulkane, Salzseen und die schönen Felsformationen, die wir überall zu sehen bekommen, beeindrucken sehr.

Vorallem morgens und abends ist es einfach toll, wenn die warmen Farben die Welt verzaubern.

Tagsüber dagegen ist alles sehr hell und grell, ein hartes Licht, was zum fotografieren überhaupt nicht taugt. Nachts dagegen leuchtet die Milchstraße hell und klar, wie kaum woanders. Keine Lichtverschmutzung, ein glasklarer Himmel. Bezaubernd.

Wenn der Wind nicht bläst ist es mucksmäuschenstill. Meine Lieblingsmusik. Stille zu hören macht mich glücklich.

Wir haben noch zwei Tage um nach Argentinien zu kommen, da die Ausreisepapiere für Butch und mein verlängertes Visum am 11.08.2023 ablaufen werden.

Dazwischen liegt ein 4800m hoher Pass, die Höhe vom Mont Blanc, der höchste Berg der Alpen, den wir mit unserem Tuk Tuk überwinden müssen. Ich bin gespannt ob die kleine Maschine das packt.

Die Reißverschlüsse meines Zeltes sind alle kaputt. Der viele Sand und Staub hat sie ruiniert.

Mit zusätzlicher Decke versuche ich den Zelteingang abzudecken um damit den Wind abzuhalten.

Uns geht es gut. Endlich wieder. Meine Kraft ist zurück, meine Lebensfreude ist wieder da. Ich will wieder genießen, lernen und erleben. Ich habe meine Freiheit wieder!

Nach vielen Monaten der Verzweiflung, die Verletzung des Fußes, die sich ewig hinzog und die Ratlosigkeit wie es weiter gehen soll, habe ich es nun doch geschafft die Kurve wieder zu kriegen. Endlich ist es soweit, dass ich das Leben hier draußen wieder lieben kann.

Zwischendurch hatte ich das Lachen verloren. Ich war in einem tiefen Loch und schaffte es nicht mehr heraus.

Ich wußte nicht weiter. Ich traf zudem nahezu immer die falschen Leute und auch die falschen Entscheidungen. Ich tappte von einer Scheiße in die Nächste. Schlimm war auch, dass ich den Fehler nicht fand.

Was mache ich falsch? Warum klappt nichts mehr? Was strahle ich aus? War ich so negativ anderen gegenüber?

Ich fand die Antworten nicht.

Wir waren immer abhängig von anderen Leuten und das ist auf Dauer natürlich extrem zermürbend. Vielleicht waren es auch einfach ganz viele Dinge auf einmal, die da auf mich einstürzten und das endete dann in dem Chaos, in dem ich eine zeitlang steckte.

Butch wurde mehrfach von Hunden angeriffen und gebissen. Selbst nach vielen Monaten Training, weiß ich noch immer nicht, wie ich die Situationen handhaben soll, wenn eine ganze Meute Hunde, die die Größe von Schäferhunden haben, auf uns zugerannt kommen und nichts Gutes im Schilde führen.

Ich hatte viele Ideen, aber keine funktionierte. Ich gab viel Geld aus, weil Chile irre teuer ist, aber kam lange zu keinem Ergebnis. Chile ist was Lebensmittel anbelangt etwa so teuer wie die USA, teilweise sogar teurer. Daher deutlich teurer als Deutschland.

Wir wurden von Alexander, einem Schweizer, auf sein Gelände eingeladen, auf dem er alles selbst gebaut hatte. Ich bin immer wieder total fasziniert, wenn Menschen handwerklich so geschickt sind.

Eine wunderschöne Gegend und eine gute Zeit die wir dort hatten. Ich durfte mit seinem Seitenwagen, eine Ural aus Russland fahren, merkte aber schnell, dass ein Seitenwagen mich nicht glücklich machen wird.

Sherpa in Illapel, der Besitzer eines Hostels half mir zum Verkauf stehende Esel zu finden. Aber auch diese Idee scheiterte.

Es gab dabei unteranderem Äußerungen wie: “An eine Frau verkaufe ich keinen Esel.”

Ein Spanier, der seit Jahren in Chile lebt und den ich in der WG kennenlernte, in der ich vier Wochen wohnte, brachte es folgendermaßen auf den Punkt.

“Wenn wir in Spanien mit unseren Frauen so umgehen würden, wie die Chilenen mit ihren Frauen, wäre in Spanien kein einziger Mann verheiratet. Die Machismokultur hier in Chile ist brutal.”

Die Jungs in der WG waren okay. Vorallem Pancho, ein Schwuler, brachte viel Spaß in mein Leben. Er war immer gut drauf und wir lachten viel zusammen. Die Parties bis 1 Uhr morgens wo Alkohol und Gras im übermaß verschlungen wurden, fingen allerdings irgendwann an zu nerven.

Ich lebte zudem zwei Wochen eingepfercht in einem Pferdestall, umgeben von lauter stolzen Chilenen, die mit mir nichts zu tun haben wollten. Kühlschrankatmosphäre wäre als Beschreibung noch zu warm und freundlich. Arktisflair trifft es besser.

Ich hatte die Hoffnung auf dem Reiterhof ein Maultier zu kaufen und damit die Welt zu erkunden. Allerdings ging auch das in die Hose. Stress pur für kein Ergebnis.

Ich schaute mir alle möglichen Autos und Vans an und fand entweder Autos, die viel zu teuer oder aber Schrottkisten waren und selbst Schrott kostet in Chile viel Geld. Das beruhigende war, dass alle Touristen, mit denen ich kommunizierte, die in der selben Lage waren wie ich, genau das gleiche erlebten. Es lag also nicht nur an mir, es lag auch an den anderen.

Chilenen machen einem das Leben nicht leicht. Ihr werdet sehen, dass ich keine Menschen in Chile fotografiert habe. An die meisten kam ich nicht heran. Viele sind verschlossen, wortkarg und unheimlich stolz. Zudem vertrauten sie mir nicht.

“Bei euch Amerikanern ist es so, dass man sofort willkommen ist und sich das Vertrauen nur verspielen kann, es einem aber bei jeder fremden Begegnung entgegengebracht wird. Bei uns ist das anders. Bei uns muss man sich das Vertrauen erarbeiten. Sicherlich liegt das vorallem daran, dass wir so viele Einwanderer aus Deutschland haben” sagte ein Chilene zu mir, der dachte ich sei Amerikanerin. Er lebte viele Jahre in den USA.

Auch schimpften viele über die Einwanderer aus Venezuela oder aus der Karibik. Mir waren diese Menschen allerdings immer deutlich sympathischer, als die Chilenen selber.

Ich wohnte in ein paar AirBnB’s, denn irgendwo mussten wir ja schlafen.

“Ich traue dir nicht”, sagte die eine Besitzerin zu mir. “Du musst mich anrufen, wenn du ins Haus möchtest, einen Schlüssel bekommst du von mir nicht.” Einmal saß ich 40 Minuten vor der Türe und wartete und dachte mir, was ist das für eine Gesellschaft hier?

Bei workaway, eine Organisation für Freiwilligenarbeit, arbeitete ich an zwei verschiedenen Stellen, bei denen ich eigentlich nur ausgenutzt wurde. Es ging mir darum Leute kennenzulernen und Geld zu sparen, denn für 4 Stunden Arbeit pro Tag bekommt man Essen und Unterkunft gestellt.

Ich traf dort auch sehr nette Leute, am Ende aber wurde mir vorgeworfen, ich wäre in eines der Zimmer eingebrochen und hätte Sachen geklaut.

Ein Glück lernte ich die Nachbarin der Workaway Familie kennen, die mich an Maria-Theresa vermittelte. Eine Stewardess, die mich mit offenen Armen bei sich aufnahm. Es gab eben auch sehr nette Chilenen.

Ich begann nervös zu werden, weil mein Konto immer weiter schrumpfte und ich die Befürchtung hatte, mir am Ende vielleicht außer einem Ticket in die Heimat, nichts mehr leisten zu können.

Ich wollte auch kein Auto, ich wollte keinen Van. Ich wollte irgendetwas mit dem wir uns wohl fühlen konnten. Wo Butch geschützt ist, aber was keine vier Räder hat. Ich musste mich damit identifizieren können. Es sollte weiterhin ein Abenteuer sein, zudem musste es in den Rahmen meiner Möglichkeiten passen.

Nach vier langen, anstrengenden Monaten in Chile, fand ich die Lösung – ein Tuk Tuk.

Nachdem die Chilenen deutscher sind als die Deutschen und ihre vielen Regeln lieben, zudem das Ausfüllen von Zetteln & Dokumenten zu ihrer Lieblingsbeschäftigung auserkoren haben, war der Kauf des Tuk-Tuks dann nochmal ein langer Prozess.

Zum Schluß besiegelte ich bei einem Notar mit 5 Fingerabdrücken, dass ich neue Besitzerin eines Tuk-Tuks war und bezahlte für diesen bürokratischen Akt etwa 150 Euro. Bekam aber vorerst noch keine Fahrzeugpapiere, weil so schnell geht das hier nicht. Geduld muss man hier schon mitbringen.

Ohne Notar geht in Chile gar nichts. Kommt man in ein Dorf, weiß man sofort, da wo die längste Schlange an Menschen vor einem Gebäude steht, da wohnt der Notar.

Wenn sich jetzt jemand fragt, warum ich nicht einfach in ein anderes Land gegangen bin, dann ist das mit Hund alles nicht so einfach. Zudem darf ich als Ausländerin in nahezu keinem anderen südamerikanischen Land ein Fahrzeug kaufen, wenn ich damit irgendwann über eine Grenze möchte.

Doch dann war es endlich so weit. Wir waren wieder unterwegs.

Endlich hatte ich meine Freiheit wieder und mein Leben wie ich es gewohnt bin konnte ich fortsetzen. Doch dauerte es einige Zeit, bis ich die Altlasten abwerfen konnte und ich wieder voll eintauchen konnte in das, was mein Leben auszeichnet.

Chile ist ein reiches Land. überall fahren SUV’s und 4×4’s. Den Weg aus Santiago heraus, mit einem Tuk-Tuk, dass gerade einmal 50 km/h fährt, war nicht einfach, aber wir meisterten die Strecke und kamen sicherheitshalber am ersten Abend bei Carmen unter. Ein AirBnB auf dem Land.

Sie war total aufgeschlossen, servierte mir ein Abendessen und ich verstand auch ihr Spanisch viel besser und daher wunderte ich mich warum sie so anders war. Schnell kam heraus, sie kommt aus Argentinien. Somit lästerten wir den halben Abend über die Chilenen.

Die Landschaft war traumhaft. Egal wo wir hinfuhren, es war spitzenklasse.

Wir hatten sensationelle Zeltstellen und tolle Ausblicke. Ich war begeistert und vorallem freute ich mich, dass sich der ganze Stress der letzten Zeit gelohnt hatte.

Wir hatten die Gegenden oft für uns alleine. Wir konnten wandern so viel wir wollten, denn nie war jemand da.

Was ich sofort zu schätzen wusste, war die Tatsache, dass ich gesundes Essen transportieren konnte. Nicht wie auf dem Rad, wo man außer Linsen und Reis nicht viel mitnehmen kann.

Ach, wie ich das genießen kann. Morgens erst einmal eine lange Wanderung und anschließend richtig ausgiebig kochen und lecker essen.

Chilenisches Essen ist meistens total versalzen. Sie haben auch kein Gespür für Gewürze. Alles schmeckt gleich, ist fritiert oder besteht aus Fleisch. Das Gemüse hat einen langen Transportweg hinter sich und schmeckt oft nach wenig. So schlechte Tomaten wie in Chile habe ich seit Westafrika nicht mehr gegessen.

Nahezu alles wird aus China importiert. Chinesische Läden in jedem kleinen Dorf. Plastik soweit das Auge reicht. Billigware und Schrott. Auf importierte Güter aus den USA oder Europa werden dagegen hohe Importzölle verlangt. Etwas aus dem westlichen Ausland zu bestellen wird dadurch unbezahlbar.

Ich sehe Automarken, die ich noch nie zuvor wahrgenommen habe. Alles aus China. 4×4’s die aussehen wie Toyotas. China ist überall, wer das noch nicht verstanden hat, der hat die letzte Zeit verschlafen.

Nach der langen Zeit in der von Smog belasteten Stadt Santiagos, genoß ich jeden Atemzug hier draußen. Auch die Ruhe ist nach einem Aufenthalt in einer Stadt noch ruhiger, als ich sie sonst erlebe. Ich frage mich immer wieder, wie es Menschen in solchen riesigen Städten aushalten?

Schnell wurde klar, dass sich abends zu verstecken deutlich schwieriger ist, als mit dem Fahrrad. Ich musste also immer schauen inwieweit wir von der Straße aus sichtbar waren, machte zur Not kein Licht mehr oder versteckte mich hinter Kakteen oder Felsen.

Ich kann ein Tuk-Tuk natürlich nicht einfach irgendwo hinschieben, wie das mit einem Fahrrad geht. Ich bin daher deutlich eingeschränkter, aber ich fand immer etwas passendes, denn Platz hat es hier genug.

Später dann kümmerte ich mich kaum noch darum, denn wir hatten keine einzige schlechte Erfahrung gemacht. Keiner interessierte sich für uns, obwohl das Tuk Tuk oftmals sogar ein Lachen in die Gesichter der Chilenen zauberte, worüber ich mich sehr freute.

Irgendwann stellte ich mich sogar direkt neben die Piste, weil eh niemand vorbei kam.

Beeindruckend ist wie genial das Tuk-Tuk auf den Pisten unterwegs ist. Tiefer Sand ist natürlich ein echtes Problem, aber Wellblechpisten oder steile Hänge meistern wir zwar im Schritttempo, aber wir kommen immer dort hin wo wir wollen.

Zur Not packe ich meine Schaufel aus und präpariere den Weg so, dass er für uns funktioniert. Oftmals sind die Pisten auch mit einer Pistenraupe gewalzt worden und der ganze Sand wird an die Seite geschoben. Um dann mit dem Tuk-Tuk die Piste verlassen zu können um zu zelten, muss ich den Sandhaufen an dem Pistenrand wegschaufeln, aber das ist nicht wirklich schwierig.

Ich bin froh am Ende doch die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Das Tuk-Tuk ist klasse.

Für Butch ist es zudem genial, weil er sein Nase aus dem Tuk-Tuk halten kann und dadurch alles deutlich intensiver miterleben kann. Er rutscht jedesmal auf die Seite der Rückbank, die keine Sonne hat und kann somit immer gemütlich sitzen oder liegen.

Natürlich brauchen wir für alles deutlich länger. Manchmal sind wir langsamer als ein Fahrrad, aber das ist mir egal. Wir haben ja Zeit.

Wir sind einigermaßen windgeschützt, zudem muss ich kein Helm tragen oder sonstige Motorradklamotten.

Nachteile hat es auch, denn alles steht offen. Auf der einen Seite super, auf der anderen muss ich immer schauen, wenn ich einkaufen gehe, dass mein Tuk-Tuk so platziert ist, dass sich keiner an dem bedient was ich darin gestapelt habe. Auch sollte niemand meinen Butch klauen, der sich immer freut, wenn er Aufmerksamkeit bekommt.

Ich komme 200 km mit einer Tankfüllung und habe seit der Atacama noch zwei Ersatzkanister an Bord, so dass wir insgesamt 1000 km fahren können, ohne dass wir auf eine Tankstelle angewiesen sind.

Zudem kann ich 40 l Wasser transportieren.

Sobald wir in billigeren Gegenden sind, möchte ich mir ein Bett einbauen, was ich tagsüber wegklappen kann. Auch Türen wären nicht schlecht, wenn es irgendwann regnen sollte, was es seit Monaten nicht mehr getan hat.

Sherpa, der Hostelbesitzer, gab mir noch einige Tipps mit auf den Weg. Unteranderem fuhren wir durch einen uralten, stillgelegten Minentunnel. Dort wo die alten Eisen und Querbalken noch intakt waren und ich mich wunderte, ob wir hier jemals wieder herauskommen. Ein spannender Krimi, mit dem Fahrrad wäre das natürlich Pillepalle gewesen.

Eine kurze Vorbesichtigung der Strecke ist immer ratsam, vorallem dann wenn es etwas kniffliger wird. So weiß ich genau, was da auf mich zukommt und welchen Weg ich einschlagen muss, damit wir nicht irgendwo hängen bleiben.

Viele kleine Pässe mussten wir überwinden und irgendwann stand die Ruta Antakari an. Ein Pass zwischen Rio Hurtado und dem kleinen Ort Vicuña.

Ach war das traumhaft. Der Pass selber bereits sensationell, fand ich eine der genialsten Zeltstellen meines Lebens. Ein 360 Grad Blick und egal in welche Ecke ich schaute, gab es entweder Berge oder Kakteen. Ein tolles Tal und viel Platz. Ein Traum und wie immer niemand außer uns dort.

Mein Fotografenherz schlug an diesem Pass besonders schnell.

Witzig war auch, dass ich im absoluten Niemandsland auf ganz viele Papageien stoß. Wunderschöner Gesang inmitten der Wüste.

In Vicuña wohnten wir in einem Hostel bei einem Libanesen. Ein super netter Mann, der nach Chile ausgewandert ist. Seine Angestellten kommen alle von außerhalb Chiles.

Wir quatschten den ganzen Abend und sein Wissen über Weltpolitik hatte mich schwer beeindruckt. Sein Englisch war extrem gut, denn er hatte eine Zeit lang für die Amis im Irak gearbeitet. Der wohl interessanteste Abend in ganz Chile. Weltpolitik interessiert mich eben immer. Was er als Libanese für ein Wissen aus dem Mittleren Osten teilen konnte, war für mich natürlich hoch interessant.

Zudem kochte er einen Abend Baba Ganoush und Hummus und servierte mir zwei Teller davon. Super lecker.

Ich wechstelte von den wunderschönen Bergen ans Meer. Leider war es brutal windig, aber kurz nach Sonnenuntergang ging der Wind meistens wieder weg und wir konnten in Ruhe schlafen.

Es war gigantisch hier draußen. So ein wunderschönes Land. Dauernd änderte sich die Landschaft und immer war es beeindruckend.

Wir waren alleine. Monatelang alleine unterwegs zu sein, muss man auch mögen. Mir war es allerdings deutlich lieber, als das was ich zuvor erlebt hatte und somit war ich weiterhin zufrieden.

In Copiapo, eine Kleinstadt, in der ich mir unbedingt Schuhe kaufen musste, sprach mich ein Mann auf der Straße an. Völlig überrascht, dass da jemand mit mir reden wollte, schaute ich ihn total irritiert an, was er wohl von mir wollte?

“Bist Du aus Australien”, fragte er. Und so hatten wir einen kurzen Chat auf der Straße und ich war total begeistert gewesen, dass mich jemand etwas fragte. Copiapo hatte fast schon eine magische Grenze, denn danach waren die Leute viel freundlicher.

Sie grüßten plötzlich zurück, wenn ich in einem Laden einkaufte. Auch ein Aufwiedersehen war keine Seltenheit mehr. Es ging somit aufwärts und dieser soziale Austausch tat mir sehr gut.

Ich mag Menschen und bin immer gerne an ihnen interessiert. Kulturell war hier leider wenig los. Die Häuser sehen alle gleich aus. überall Zäune, Mauern und davor dicke Autos. Spannend war das nicht.

Wenn man einkauft, egal wie klein der Laden auch ist, muss man zuerst an der Kasse bezahlen, bevor man seine Produkte von hinter der Theke heraus gereicht bekommt. Der Kassenverwalter ist nie derjenige, der die Sachen aushändigt.

Jeder Chilene besitzt eine RUT – eine Nummer, die man an jeder Ecke angeben muß. Auch ich musste mir eine besorgen, natürlich bei einem Notar, um das Tuk Tuk kaufen zu können. So wie ich das sehe ist man damit ein gläsener Mensch. Sie wissen alles über dich. Selbst beim einkaufen fragen sie nach der RUT.

Ich kam an mehreren Haustier Friedhöfen vorbei. Ich muß sagen, da war ich doch sehr überrascht. Nicht dass man hier Hunde dauernd schlecht behandelt, nein, denn ich sehe immer wieder auch Leute, die kleine Hundehäuser vor der Türe haben, oder Futter und Wasser vors Haus stellen, damit die Straßenhunde etwas haben wo sie schlafen und zu fressen bekommen.

Trotzdem sieht man hier nahezu niemanden mit einem Hund spazieren gehen und Hunde sind hier eher eine Waffe als ein Kuscheltier. Trotzdem gibt es Haustierfriedhöfe.

Der Pazifik war wunderschön. Felsen, Vögel in Kombination mit Kakteen und viele kurvige Straßen. Kaum Verkehr und tolle Möglichkeiten zu zelten. Herrlich.

Strandgut, endlos lange Strände und viel Platz für uns alleine.

Der Wind war oft kalt. Am Wasser direkt war es oftmals feucht und wir wachten in einem klitschnassen Zelt auf, wo es von der Decke tropfte. Das Tuk-Tuk von innen ebenso patschnaß.

Touristen traf ich keine. Schade, ich wunderte mich wo all die ganzen Radler waren. Die Vanlifer oder Autotouristen. Ab und zu mal zu reden tut halt schon auch ganz gut.

Somit lud ich mir einen Podcast nach dem anderen herunter. Hörte Hörbücher oder rief Freunde an. Oftmals verbrachten wir mehrere Nächte an einem Platz, damit wir es auch genießen konnten.

Minen hat es in Chile ohne Ende. Das ganze Land scheint bei den Minen zu arbeiten. Geht eine Piste in Richtung Berge, kann man fast schon davon ausgehen, dass dort eine verlassene Mine am Ende der Piste zu finden ist. Der Reichtum des Landes kommt aus dem Boden.

Müll finde ich leider auch immer wieder. An Aussichtspunkten, Zeltstellen oder flatternd im Wind. Manchmal entsorgen sie auch einfach den ganzen Hausstand auf einmal und schmeißen ihn die Klippe herunter.

Irgendwann waren wir in Antofagasta und von dort mußte ich entscheiden wie es weiter gehen sollte. Wollen wir nach Peru? Leider hörte ich da immer wieder, dass man mit einem als Tourist in Chile gekauften Fahrzeug nicht über die Grenze kommt.

Somit entschied ich mich für Argentinien, denn ich mußte schon bald das Land verlassen, da meine Visum-Verlängerung am auslaufen war. Leider hatte ich bis dahin noch keine Bestätigung bekommen, dass ich das Visum offiziell vor fast drei Monaten online verlängert hatte.

Auch hatte ich die nötigen Fahrzeugpapiere noch nicht, obwohl auch das bereits zwei Monate her war, seit ich das Tuk-Tuk gekauft hatte. Ich wunderte mich also, ob ich da vielleicht Schwierigkeiten an der Grenze bekommen werde. Chilenen sind eben langsam – sehr langsam. Ein ja klar, mache ich gleich, kann sich Wochen hinziehen. Auf Dauer würde ich das nicht ertragen.

Eine zweite Frage zu stellen, scheint auch eine Frage zu viel zu sein. Gerne reagiert man genervt, wenn ich nicht gleich verstehe was sie zu mir sagen.

Egal, wir fuhren somit gen Osten, in Richtung Altiplano. Wir näherten uns also den hohen Höhen. Ich wollte es langsam angehen lassen, denn was Höhe angeht, bin ich immer sehr empfindlich und bekomme wahnsinnig schnell Probleme. Auch wußte ich nicht wie Butch auf die Höhe reagieren wird.

Anfangs hatten wir noch ordentlich LKW-Verkehr, weil die Straße in Richtung einer riesigen Mine verlief. Die Trucker waren alle super freundlich und winkten uns zu. Herrlich, endlich nette Menschen. Doch irgendwann waren wir wieder alleine. Wir in der riesigen Atacama und niemand sonst.

Am Ende kamen wir am Salar de Atacama heraus. Eine tolle Gegend. Wobei, je näher wir dem bekannten San Pedro de Atacama kamen, desto touristischer wurde es.

Ich hatte also in der ganzen Zeit, seit Santiago, keinen einzigen Touristen getroffen, und jetzt wo es Touristen gibt, gibt es so viele, dass man sich noch nicht mal mehr grüßt. Auch immer wieder komisch dieses Phänomen. Das gibt es aber überall auf der Welt. Jeder Tourist denkt dann, boh, sind hier viele Touris, nichts wie weg.

Doch suchte ich den Kontakt. Da war ein Brasilianer mit Fahrrad, der nur portugisisch sprach, zudem Oleg aus Russland, der bereits 5 Jahre mit seinem Drahtesel unterwegs ist.

Außerdem ein weiterer Radler, der gerade aus Peru kam und meinte: “Was ist eigentlich mit den Chilenen los?” Ich mußte lachen und meinte warum, hier im Norden sind sie doch ganz freundlich.

“Freundlich findest du die? Ich vermisse die lachenden Peruaner und bin froh wenn ich hier wieder weg bin. Und wow, ist das teuer hier!”

Auch traf ich eine nette Familie aus Köln, die mit ihrem Unimog die Welt bereisen und mit denen ich am Lagerfeuer saß und ihren selbst geangelten Fisch genießen durfte. Zudem freute ich mich sehr über die Einladung von Carmen. Sie beherbergte uns in ihrem Hotel und wir redeten den ganzen Abend über Gott und die Welt.

San Pedro selber hatte ich vor 25 Jahren schon einmal besucht. Der Ort ist nicht mehr wieder zuerkennen. Grauenhaft was aus ihm geworden ist.

Er hat sich in der Zeit verzehnfacht was Größe und Einwohnerzahl angeht. An jedem Loch in der Erde, an dem es etwas zu bewundern gibt, muß man außerdem jetzt $10 Eintritt bezahlen.

Nun fehlten noch die Papiere für Butch, damit auch er aus Chile ausreisen darf.

Calama, die Minenstadt, die bekannt für Trickbetrüger und Taschendiebe ist, lag leider 100 km in die falsche Richtung. Doch mußte ich dort zum SAG, die Behörde, die die Papiere für Butch ausstellt.

Ein Glück konnte ich das Tuk Tuk samt Butch bei der Couchsurferin Katharina lassen, damit ich die Behörde in Ruhe aufsuchen konnte. Eine super Hilfe.

Wiedereinmal ein katastrophales Vorgehen seitens der Behörden. Wir unterhielten uns tatsächlich 15 Minuten darüber welche Farbe das Fell von Butch nun wirklich hat. Denn dreifarbig – Tricolor – wie der Tierarzt die Fellfarbe beschrieb reichte nicht aus.

Die Dame der Behörde, die alle Impfungen kontrollierte akzeptierte zudem fast das Tollwutzeugnis nicht, da der Tierarzt in Santiago ausversehen seine Telefonnummer auf dem Dokument vergessen hatte.

Dreimal ging ich zum Copyshop, weil immer etwas anderes fehlte. Doch nach 5 Stunden hatte ich die Papiere und wir fuhren Richtung Argentinien.

Unterwegs noch einmal akklimatisieren. Hoffen, dass das Tuk-Tuk auch die Höhe verträgt und vorwärst kommt und los gings.

Sau kalt war es. Der Wind ging brutal und ich zog alles an was ich an Klamotten hatte um über den Pass zu kommen. 4800m, danach ging es langsam wieder runter.

Tolle Landschaften, wie immer. Salare mit Guanacos und ewige Weite, aber viel zu kalt um sich darauf konzentrieren zu können.

Morgens hatte das Tuk-Tuk extreme Startschwierigkeiten, sobald der Motor warm war, fuhr es eiwandfrei und nicht wirklich langsamer als sonst.

Die Grenze dann auf 4200m, an der ich sage und schreibe nochmals 5 Stunden verbrachte, weil die Chilenen mich nicht ausreisen lassen wollten. Ich hatte die Visumverlängerung nicht als ausgedruckte Kopie und weil mein Fahrzeugschein noch nicht in meinem Besitz war, hätte ich zwar ausreisen dürfen, aber das Tuk-Tuk nicht.

Eine argentinische Dame wollte mir helfen und fing sogar an zu weinen. “Wir haben hier auch immer Schwierigkeiten an der Grenze. Die Chilenen sind einfach schwierig.”

Egal, irgendwann, es war bereits lange dunkel, hatte ich meine Decke und Isomatte demonstrativ bei den Grenzern ausgerollt, um zu zeigen, dass ich mich so schnell nicht geschlagen gebe.

Total durchgefroren ließen sie mich aber dann doch irgendwann ausreisen. Plötzlich sprach der eine auch fließendes Englisch, zuvor hieß es, dass keiner hier Englisch spricht.

Die Männer erfreuten sich einfach, die Ausländerin eine Weile zappeln zu lassen. Gib einem Menschen eine Uniform und er zeigt dir seinen wahren Charakter.

Die Einreise nach Argentinien dauerte dagegen gerade einmal 3 Minuten.

Abschließend muss ich sagen: Chile ist wunderschön. Die Landschaften und der viele Platz einfach herrlich. Für jemanden wie mich, die ihre Freiheit liebt und endlose Weiten genießen kann, ist es ein Traumland.

Die Leute und die fehlende Kultur dagegen machen das Land nicht sonderlich spannend. Die Preise sind utopisch für die schlechte Qualität, die man dafür erhält. Chile wird ganz sicher nicht auf der Liste meiner Lieblingsländer erscheinen.

Ich freue mich nun auf ein neues Land und bin gespannt wie unterschiedlich Argentinien zu Chile sein wird. Noch in Santiago waren sich alle Touristen, die ich dort getroffen habe einig. Argentinien ist um Welten interessanter, freundlicher und billiger als Chile.

Wir werden sehen.

Egal was kommen wird. Butch und ich sind wieder unterwegs und das ist am Ende das was zählt!

Ich denke zwei Monate waren genug Zeit um festzustellen, dass das Tuk-Tuk gut zu uns passt und ich mir das für eine längere Reise durch Südamerika gut vorstellen kann.

Hin- und wieder werden wir sicherlich auch längere Wanderungen machen. Vielleicht am Ende doch auch irgendwo ein Esel oder Lama besorgen um ein wenig Abwechslung in die Reiseart zu bringen. Sicherlich steigen wir auch mal auf ein Boot oder in ein Kanu.

Generell sind wir nun aber ersteinmal Tuk-Tuk Fahrer und bisher finde ich es genial.

Bis bald und lieben DANK für eure lange Geduld. Manchmal läuft das Leben eben nicht ganz so positiv.

Postkarten sind alle unterwegs, auch das hat leider sehr lange gedauert. Dafür eine riesen Entschuldigung und ich hoffe sie kommen auch alle bei euch an.

Alles Liebe von uns.

Heike & Butch, mit Teddy Lasse und Tuk-Tuk Herr Nilsson.

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38 Kommentare

  1. Hallo Heike, was für wahnsinnig tolle Bilder. Und es freut mich wirklich sehr, dass du deinen weg wieder gefunden hast.

    Schade, dass du so negative Erfahrungen mit chilenen gemacht hast.
    Vielleicht gibt es nun 2 Chiles. Eins vor und eins nach corona. Ich hatte 2019 und 2020 so viele sehr nette Begegnungen. Und kann mich an keine blöde Situation erinnern.
    argentinien ist mein absolutes Lieblingsland, und ich wünsche dir eine so schöne Zeit dort, wie ich sie hatte.

    Antworten
    • Liebe Heike,

      Danke fuer Dein feedback!

      Ja ich war auch sehr ueberrascht ueber die Chilenen. Ich habe auch etwas anderes erwartet gehabt.
      Wenn ich nicht von anderen travelern das gleiche gehoert haette, haette ich total an mir gezweifelt….aber so war es fuer mich dann doch am Ende besser zu ertragen. Und bisher ist Argentinien genial! Wir fuehlen uns hier super wohl.

      LG Heike und Butch

      Antworten
  2. Hallo Heike,

    mich freut, dass das TukTuk wieder ein Lächeln in dein Herz und deine Seele gezaubert hat, auch wenn du von den Chilenen so entäuscht wurdest. Deine Fotos sind mal wieder wunderschön und die Chilenen habe ich auch nirgends auf den Fotos vermisst. Ich wünsche Dir eine erlebnisreiche Reise durch Argentinien.

    Liebe Grüße

    Arno

    Antworten
    • Danke lieber Arno…. Ja uns geht es endlich wieder gut ….

      LG Heike & Butch

      Antworten
    • Nachtrag: so verschieden können Reise-Erfahrungen sein – im heute neuen Video der Podtschis erzählt das Radler-Pärchen von tollen Begegnungen auf der Fahrt durch die chilenische Atacama-Wüste.

      Antworten
      • Hallo Vera, das ist erstens immer so und zweitens, wenn Du meinen Artikel aufmerksam gelesen haettest, waere Dir aufgefallen, dass ich geschrieben habe, dass die Menschen in der Atacam Wueste sehr freundlich waren.
        LG von Heike und Butch

        Antworten
  3. Liebe Heike,

    ich bin so froh zu lesen, dass ihr beiden wieder gesund und unterwegs seid!

    Wir waren damals zu 9/11 in der Atacama-Wüste unterwegs. Anfangs dachte ich noch, dass es daran lag, dass die Leute so verstockt sind. Wir sind über die komplette Länge durch Chile gereist und über die Anden nach Argentinien, es war einer der einsamsten Urlaube überhaupt. Keine Traveller und fast keinen Kontakt zu Einheimischen, dafür aber unglaublich schöne Landschaft und die hast Du in Deinen Bildern mal wieder so wunderbar eingefangen.

    Danke für das Reise-Update und weiterhin gut Fahrt und bessere Erfahrungen in Argentinien.

    Liebe Grüße

    Alex

    Antworten
    • Liebe Heike, Deine Bilder sind mal wieder ein Traum! Da würde ich am liebsten sofort losreisen. In Chile und Argentinien war ich noch nicht, daher kann ich nichts zu dem Menschenschlag dort sagen. Ich freue mich auf jeden Fall, dass Ihr zwei wieder on the road und glücklich seid. Habt eine tolle Zeit in Argentinien!

      Antworten
      • Herzlichen Dank liebe Sabine.
        Die Argentinier sind ganz anders das kann ich schon mal verraten….

        LG und danke fürs dicke Lob.
        Beste Grüße nach Deutschland von uns

        Antworten
    • Liebe Alex, lieben Dank!!!

      Ja – einsam und verschlossen…bin nicht dahinter gekommen warum. Vielleicht hat ja noch jemand eine Idee warum sie so wortkarg sind.

      Einsame Landschaften dagegen sind ja genau mein Ding ! Absolut super!

      Danke für deine Wünsche!!!

      LG von uns aus Argentinien

      Antworten
  4. wunderschöne Landschaften und deine Bilder sind wie immer 1A! Dass die Menschen in manchen Ländern sich anders verhalten kann nicht an der Landschaft liegen. Die Grenzen sind „künstliche“ Konstrukte der Machthaber und diese haben wohl Einfluss auf das Leben. Gut dass du positiv weiter reisen kannst auch wenn das „feeling“ anders als mit dem Rad ist. Alles Gute!

    Antworten
    • Liebe Vera,

      herzlichen DANK.

      Doch, es liegt sehr oft an den Landschaften. Nichts beeinflusst Menschen und deren Entwicklung ueber Jahrhunderte mehr als die Topographie und das Klima.
      Es gibt einen guten Grund, warum in abgeschiedenen Gegenden die Leute normalerweise verschlossener sind. Allerdings stimmt das auch nicht immer, denn REligionen spielen auch eine grosse Rolle. Wie etwa in Zentralasien, wo die Menschen Muslime sind und durch ihren Glauben offen auf Fremde zu gehen, obwohl sie in einsamen Taelern leben.

      In abgelegenen Regionen sind Menschen Kontakte zu anderen Menschen nicht gewohnt. Kaelte laesst die Menschen in ihren Haeusern verschwinden, waehrend es in warmen Gegenden die Leute auf die Strasse treibt.
      Siehe Unterschied zwischen Skandinavien zu Suedeuropa, um mal ein Beispiel zu nennen.

      Berge verhindern Kontakte zur Aussenwelt, ebenso Wueste. Fehlende Fluesse verhindern Handel.
      Kuerzlich durchgemachte Kriege, Diktaturen etc. darf man, wie etwa im Fall von Chile ebenso nicht vergessen.

      Stadtmenschen sind zudem im Normalfall unfreundlicher, als Menschen auf dem Land.

      Das Thema ist komplex und hochinteressant.

      LG Heike und Butch

      Antworten
  5. Liebe Heike, danke für die wunderbaren Bilder und Einblicke in dein Seelenleben. Ich bin froh, daß es euch wieder gut geht. Und danke für deine Lebenszeichen Mails. Alles alles Gute. Ganz liebe Grüße und bessere Menschen begegnungen Wünsche ich euch!!! 🤗 ☯️

    Antworten
    • Herzlichen DANK liebe Baerbel….ich hoffe Dir geht es gut. Ganz liebe Gruesse aus Argentinien, wo wir uns super wohl fuehlen.
      LG Heike und Butch

      Antworten
  6. Liebe Heike, schoen wieder von euch zu hoeren! Die Bilder gefallen mir sehr gut. Wie ist es mit Butch? Weckt er dich noch zur fruehen Stunde?

    LG von Annematie.

    Antworten
    • Liebe Annemarie,

      ein Glück ist er mittlerweile anpassungsfähig geworden 😍

      Er liebt es jetzt auch morgens noch zu kuscheln und zu warten bis es draußen warm ist bevor er raus will.

      Deutlich einfacher geworden.

      LG Heike und Butch

      Antworten
  7. Hey Heike,

    ich reise auch sehr viel, aber mit Unterbrüchen. Ich war letzten Winter fast 6 Monate in Chile und Argentinien unterwegs und finde deinen Bericht so übereinstimmend zu meinem damaligen Feeling für dieses Land Chile. Es wird auch nie auf meinen Top 20 Länderliste stehen, denn es muss vieles stimmen…
    Deine Bilder mit Butch und der Brille ist the best of für mich!
    Ihr beide seit megacool!

    Antworten
    • Liebe Angie,

      Danke für deinen Erfahrungsbericht. Es tut mir leid, dass auch du die Chilenen nicht besonders offen und freundlich fandest.

      Die Argentinier finde ich bisher super.

      Alles Liebe von uns

      Antworten
  8. Hallo, sehr schade, dass Du so schlechte Erfahrungen mit den Chilenen gemacht hast. Ich war dieses Jahr 6 Wochen in Chile und ich habe nicht eine schlechte Erfahrung gemacht. Im Gegenteil, die Menschen waren aufgeschlossen, extrem hilfsbereit (mein Spanisch ist eine Katastrophe) und in fast jedem kleinen Laden versuchte man mit mir ins Gespräch zu kommen. Ich wurde von freundlichen Polizisten und Grenzern zum Kaffee eingeladen und nie hatte ich das Gefühl im falschen Land zu sein. Das Essen ist grauenhaft, dass stimmt. Die Preise gepfeffert, das wusste ich aber vorher. Vielleicht lag es daran, dass ich nur im Süden unterwegs war. Selbst die Chilenen sagen : Im Süden sind die Menschen freundlich. Ich empfehle Dir eine Reise in den Süden Chiles. Du wirst erstaunt sein. Patagonien ist traumhaft. Allerdings sind die Straßen zum Teil furchtbar. Viel Spaß in Argentinien ! Viele Grüße Andreas

    Antworten
    • Lieber Andreas,

      Ja das habe ich auch gehört, eben auch von den Chilenen selber. Kann dazu also nichts sagen. Sicherlich werde ich mir auch den Süden irgendwann mal anschauen, aber im Moment genieße ich erstmal lieber die super freundlichen Argentinier 😍

      Toll, dass es dir gefallen hat.

      Beste Grüße Heike und Butch

      Antworten
  9. Hallo zusammen, die Postkarte aus Chile ist heute angekommen – so 4 Wochen unterwegs, das ging doch ganz flott! Danke! F

    Antworten
  10. Liebe Heike
    Schön hast du dich wieder gefunden und bist wieder unterwegs. Und ich darf deine Berichte und sooo prächtigen Bilder wieder geniessen! Eine entspannte, gemütliche, heitere und erfolgreiche Weiterreise wünscht dir herzlich
    Ursi

    Antworten
    • Liebe Ursi,

      ja die Durststrecke war leider länger als geplant ….

      Danke, dass du weiterhin dabei bist 😍

      LG Heike und Butch aus dem achönen Argentinien

      Antworten
  11. PS Und knuddle deinen Gefährten Butch ganz tüchtig auch in meinem Namen! Ein zum verlieben schönes Tier.

    Antworten
  12. liebe heike
    vielen dank für deine wunderschönen, ausdrucksstarken fotos.
    jedes bild ein „uaauu!“
    mir gefallen besonders die kräftigen farben.
    liebe grüsse aus der schweiz.

    Antworten
  13. Hallo Heike ,vielem Dank für deine schöne Postkarte aus Chile ,unsere Pinwand wächst mit den Karten von Dir .
    Schön das ihr wieder unterwegs seid und es euch gut geht .Argentienien interessiert mich auch sehr und ich freue mich schon auf deinen nächsten Bericht .La? es euch gut gehen und bleibt gesund und munter .
    Liebe Grüße von Klaus und Hilde

    Antworten
    • Hallo ihr beiden,

      das freut mich sehr !

      Argentinien verwöhnt uns sehr. Ist echt super hier.

      Ganz liebe Grüße von uns beiden ….

      Antworten
  14. Traurig mit zu lesen, wie eine erwachsene Frau auf der Suche nach dem Sinn Ihres Lebens in der Welt herum reist und dabei so dermaßen daran festhält, dass sie auch noch Ihren Hund mit hineinzieht ohne ihm körperliches Leid zu ersparen.

    Wie ein kleines Kind, das heute das will und morgen etwas anderes. (Fahrrad, Pushbike, Benpacker….)

    Und man kann es nur erahnen wieviel Geld Dir die Menschen „spenden“, damit Du Dir dieses Leben auf Weltreise leisten kannst.

    Ich hoffe für Dich – solltest Du jemals wieder in Deutschland sesshaft werden und Dein eigenes Geld verdienen – dass Du wenigstens einen Teil davon DEN Menschen zurückgibst, die sich keine Weltreise finanzieren lassen (leisten können), sondern auf der Straße leben müssen!

    Antworten
    • Was ein dumpfer Kommentar. Wieso liest man eigentlich einen Blog, um sich dann nur kleingeistig in der Kommentarspalte auszulassen…?

      Ich selbst unterstütze Heikes Reise gerne mit ein paar €, bekommen wir doch seit vielen Jahren und sehr konsistent tollen Content aus der ganzen Welt dafür. Nicht alle können sich eine Weltreise leisten oder trauen sich ein Lebens ins Ungewisse zu. Heikes Berichte sind da doch eine tolle Gelegenheit, dies wenigstens mitzuerleben und zu träumen.

      Alles Liebe und Gute!

      Antworten
  15. Liebe Heike,
    auch ich freue mich wieder sehr, dass es dir wieder besser geht und du wieder tolle, lehreiche und interesante Berichte schreibst. Die Bilder sind auch wieder gut gelungen.
    Vielen Dank dafür und weiterhin viele gute Tage
    Mal wieder viele Grüße aus Unterfranken

    Antworten
  16. Wow was für Bilder! Und was für eine Reise, richtig toll. Ich war leider nur kurz in Chile, kann mich aber noch gut an den Kulturschock erinnern, da ich vorher länger in Paraguay und anschließend in Bolivien und Peru unterwegs war. Alles was so geordnet und europäisch haha. Busfahrpläne gab es usw. Ich kenne einen Chilenen, stimmt der ist auch sehr machohaft. Lg Meike

    Antworten
    • Wir können den anderen nur zustimmen, unglaublich beeindruckende Bilder und so stimmungsvolle Motive, vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Wir waren bisher noch nicht in Südamerika unterwegs, würden es nach deinen Bildern aber wirklich mal gerne mit eigenen Augen sehen.
      Liebe Grüße

      Antworten
      • Herzlichen Dank an euch zwei.

        Bisher ist es wirklich super hier.

        LG Heike und Butch

        Antworten

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